Meine Dissertation ist beim Schulz-Kirchner-Verlag erschienen! :-)


http://www.schulz-kirchner.de/cgi-bin/sk/medium.pl?F=1&E=777901







World Voice Day 2014


Am 16.4. ist wieder Tag der Stimme!

 

   

      

 

Pressemitteilung von der Seite des Bundesverbandes der Logopaeden dbl-ev.de  zum Equal Pay Day 2013

 

 

LogopädInnen und ErgotherapeutInnen fordern faire Vergütung Equal Pay Day 2013

"Viel Dienst - Wenig Verdienst" in Gesundheitsberufen

 

Frechen/Karlsbad, 18. März 2013: Der Equal Pay Day 2013 am 21. März steht im Zeichen der schlechten Vergütung typischer Frauenberufe im Gesundheitswesen: Unter dem Motto "Viel Dienst - Wenig Verdienst" informieren LogopädInnen und ErgotherapeutInnen sowie Angehörige anderer Gesundheitsberufe über ihre schwierige Lage. 

Gesundheitsberufe sind traditionell weiblich: 80 Prozent der Beschäftigten in dieser Branche sind Frauen. Das Einkommen in diesem Berufszweig ist jedoch im Vergleich zu anderen gleichwertigen Ausbildungsberufen am unteren Rand der Gehaltsstatistiken zu finden. Das wollen die "Business and Professional Women Germany" (BPW), Initiatorinnen des Equal Pay Day in Deutschland, ändern. 

Unter dem Motto "Viel Dienst - Wenig Verdienst" ist deshalb die Lohnsituation in Gesundheitsberufen Themenschwerpunkt des Equal Pay Day 2013. Ziel der Kampagne ist nicht nur die finanzielle, sondern auch die gesellschaftliche Aufwertung von Gesundheitsberufen. Nur so können auch in Zukunft die Fachkräfte gewonnen werden, die erforderlich sind, um die Infrastruktur im Gesundheitssystem auf hohem Niveau aufrecht zu erhalten. "LogopädInnen helfen Menschen mit Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen jeden Alters, ihre Lebensqualität zu erhalten, die Kommunikation zu verbessern und die gesellschaftliche Teilhabe zu sichern. Unsere Arbeit ist für die Betroffenen unverzichtbar. Aber der Reallohn der LogopädInnen ist seit Jahren rückläufig. Viele meiner KollegInnen arbeiten in prekären Verhältnissen, beziehen trotz Vollzeitbeschäftigung noch Hartz IV und haben keinerlei Altersvorsorge", betont Christiane Hoffschildt, Präsidentin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e.V.

Sabine George, Vorstandsmitglied des Deutschen Verbandes für Ergotherapeuten e.V., ergänzt: "Dies gilt genauso für ErgotherapeutInnen. Zusätzlich werden durch Personalabbau und Arbeitsverdichtung die Anforderungen an die Berufsangehörigen immer höher. Aufgrund der zunehmend schlechteren Arbeitsbedingungen scheinen viele ihren Beruf nicht mehr langfristig auszuüben; immer mehr Arbeitgeber klagen über Schwierigkeiten, ErgotherapeutInnen zu finden. Dadurch entsteht nicht nur ein Schaden für die Betroffenen, sondern auch für die Gesellschaft insgesamt, denn Ergotherapie dient dem Erhalt und der Wiederherstellung der Teilhabe, Selbständigkeit und Arbeitsfähigkeit, was in Zeiten des demographischen Wandels unverzichtbar ist."

LogopädInnen und ErgotherapeutInnen setzen sich daher für angemessene Arbeitsbedingungen, für eine Abschaffung der Grundlohnsummenanbindung sowie einen Ost-West-Angleich ihrer Vergütung ein. Außerdem fordern sie eine grundständige Akademisierung ihrer Ausbildungen, um den steigenden Ansprüchen der Medizin langfristig gewachsen zu sein. 


Weitere Informationen: dbl e.V., Pressestelle, Tel. 02234-37953-27, presse@dbl-ev.de, www.dbl-ev.de / DVE e.V., Referat Öffentlichkeitsarbeit (Angelika Reinecke), Tel. 033203 – 08826, a.reinecke@dve.info

V.i.S.d.P.: Dr. med. Eva Kalbheim, Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl). Weitere Informationen: dbl- Pressereferat, M. Feit, Augustinusstr. 11 a, 50226 Frechen, 
Tel.: 2234/37953-27, Fax: 02234/37953-13, E-Mail: feit@dbl-ev.de, Internet: www.dbl-ev.de                                                                                                                                                                                                                                                                                            

 

Pressemitteilung von der Seite des Berufsverbands der akademischen Sprachtherapeuten dbs:  http://dbs-ev.de/20+M5859135640d.html

 

Europäischer Tag der Sprachtherapie am 6. März: Förderung und Therapie setzen unterschiedliche Schwerpunkte beim Sprachlernen.

Jedes Jahr am 6. März lenkt der europäische Dachverband nationaler Sprachtherapeutenverbände, cplol, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das breite Spektrum der Kommunikationsstörungen. Der Jahrestag steht für das gemeinsame Ziel aller Sprachtherapeuten in Europa, lebendig und auf hohem fachlichem Niveau Einfluss auf die Gesundheit und die Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu nehmen. In Deutschland hat der 6. März 2013 das Motto: „Sprechen, Lesen, Schreiben - spielerisch lernen“. Es erinnert daran, dass Kinder normalerweise beim Spielen, aber auch bei vielen anderen Aktivitäten im Alltag, Sprache wie nebenbei erlernen und, dass das Spiel die Brücke ist, über die Kinder sich die Welt erobern. Ist die Sprachentwicklung aber gestört, brauchen Kinder die gezielte Hilfe von Sprachtherapeuten. Sprachtherapie geht über die spielerische Sprachförderung im allgemein pädagogischen Sinne hinaus.

 

Denn Sprachentwicklung ist auch, aber nicht nur Kinderspiel: Der Aufbau der Sprache bedeutet Wachstum, und wachsen ist anstrengend und mitunter auch störanfällig. Spricht ein Kind noch zu wenig oder noch nicht altersgemäß, kann das viele Ursachen haben. Es kann das aber auch ein Zeichen für eine Sprachentwicklungsstörung sein.

 

Kinder mit Auffälligkeiten in der Sprachentwicklung brauchen eine sorgfältige Untersuchung durch Ärzte/Ärztinnen und Fachleute für die Sprache. Manche von ihnen, nämlich Kinder mit einer Sprachentwicklungsstörung oder anderen Sprech- und Kommunikationsproblemen des Kindesalters, brauchen eine Sprachtherapie. Ihre Eltern wünschen professionelle Unterstützung und Beratung. Wenn die medizinische Notwendigkeit festgestellt wird, besteht ein gesetzlicher Anspruch auf das Heilmittel Sprachtherapie. „Akademische Sprachtherapeuten beziehen sich in ihrer Arbeit auf das einzelne Kind mit seiner Störung und gehen auf der Basis ihres theoretischen und praktischen Fachwissens über die spielerische Sprachförderung in KiTa und Schule hinaus“, erläutert Katrin Schubert, Vertreterin der Praxisinhaber im Deutschen Bundesverband der akademischen Sprachtherapeuten (dbs), „und sie trainieren Eltern und pädagogische Fachkräfte, das alltägliche Spielen für die Sprachentwicklung zu nutzen.“

 

Das vielfältige Angebot im Bildungs- und Gesundheitswesen macht es nicht immer leicht zu entscheiden, welche Hilfe für ein sprachauffälliges Kind die richtige ist. Akademische Sprachtherapeuten informieren, beraten und behandeln, wenn Probleme in der Sprachentwicklung auftauchen und, wenn zur normalen Sprachförderung im Alltag und in der KiTa noch zusätzliche Sprachtherapie notwendig sein sollte. In seiner Broschüre „Sprachentwicklung ist kein Kinderspiel… Welche Hilfe braucht das Kind?“ nennt der dbs die Unterschiede zwischen Sprachförderung und Sprachtherapie. Sie kann in der dbs-Geschäftsstelle in Moers (www.dbs-ev /info@dbs-ev.de / Tel.: 02841 – 9981910) bestellt werden.

 

 


ANKUENDIGUNG/ABSTRACT MEINES VORTRAGS auf der ISES 7:

 

Form vs. Inhalt? Erzählungen von Schülern mit und ohne Sprachentwicklungsstörung  „work in progress“

Mündliches Erzählen macht nicht nur einen hohen Anteil unserer Alltagskommunikation aus, sondern spielt auch im Schulunterricht eine große Rolle. Doch das Erzählen stellt hohe sprachliche und kognitive Anforderungen an den Sprecher. Besonders Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen haben oft Probleme mit der mündlichen Produktion von Texten (u.a. McFadden & Gillam 1996, Norbury & Bishop 2003, Fey et al. 2004). Colozzo et al. (2011) fanden heraus, dass sprachentwicklungsgestörte Kinder oft Geschichten mit einem vollständigen Inhalt, aber vielen grammatikalischen Fehlern, oder einem mangelhaften Inhalt mit nur wenigen Fehlern erzählen (Inhalt vs. Form).  Meine Dissertation („work in progress“) besteht aus zwei Teilen. Zum einen wurde ein Test entworfen, der die Fähigkeiten in den Bereichen Inhalt, Kohärenz und Kohäsion, sowie grammatikalische Fehler in Erzählungen untersucht. Zum anderen wurde anhand des Tests eine Studie über die narrativen Fähigkeiten von Kindern mit und ohne Sprachentwicklungsstörung (SES) durchgeführt. Im Rahmen einer Voruntersuchung zeigte sich, dass tatsächlich eine Dissoziation von Form und Inhalt bei Kindern mit SES zu bestehen scheint, eine Aufteilung in die Bereiche Makrostruktur, Kohärenz und Kohäsion jedoch sinnvoll ist. Im Rahmen der Studie wurden die Fähigkeiten in den genannten drei Bereichen bei Nacherzählungen und Bildergeschichten von 41 typisch entwickelten und 46 Kindern mit SES im Alter von 6-11 Jahren untersucht. Neben der Erzählproduktion wurden Wortschatz, grammatikalische Fähigkeiten, Kurzzeitgedächtnis und sprachliche Verarbeitungskapazität erhoben.  Anhand der Daten soll die Hypothese einer geringen Verarbeitungskapazität als Ursache für die Dissoziation von Form und Inhalt in Erzählungen (Colozzo et al. 2011) überprüft werden. Außerdem werden weitere Einflussfaktoren analysiert und die zwei Gruppen ohne und mit SES verglichen. Erste Ergebnisse geben deutliche Hinweise auf den Einfluss der Verarbeitungskapazität auf die Erzählfähigkeit. Dies scheint jedoch nur für ältere Kinder zuzutreffen. Da die Daten zum Zeitpunkt der Tagung noch nicht vollständig ausgewertet sein werden, möchte ich den bis dahin aktuellen Stand vorstellen und diskutieren. 

Poster auf der 7th Newcastle Postgraduate Conference in Linguistics
Das Poster zeigt das Projekt meiner Doktorarbeit zum Thema Erzaehlen bei Kindern. Insgesamt 84 Kinder werden von 2011-2012 untersucht, um genaueres ueber das Erzaehlverhalten von Kindern mit und ohne Sprachentwicklungsstoerungen im Grundschulalter zu erfahren und Zusammenhaenge zu analysieren.
DissPOSTERDruckenKOPIERZENTRALE.pdf
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